Das Hofgut Langenborn erscheint in Urkunden bislang erstmals 1659, als es von den Herren von Reifenberg, verpachtet wurde. Um 1680 bestand der Besitz aus Haus, Stallung und Garten, 120 Morgen Land, 120 Morgen Wiesen, 10 Morgen Kraut-und Obstgarten, zwei Weihern, 1300 Morgen Wald und einer Mühle mit zwei Gängen. Da die Kahl die Grenze zwischen dem Schönbornschen Landgericht Krombach und dem Mainzer Gericht links der Kahl bildete und der Langenborner Hof auf dieser Grenze lag, unterstand das Hofgut der Landeshoheit des Mainzer Vogteiamtes Kaltenberg und der Hochgerichtsbarkeit der Fragen von Schönborn. Bis 1928 gehörte es zur Pfarrei Krombach, danach zu Ernstkirchen.

Der Langenborn als Besitzeinheit wurde 1851 mit dem Verkauf an sieben Schöllkrippener Bürger aufgelöst. Spätere Teilungen splitterten das Gut weiter auf. 1893 erwarb August Gupertin Kilgenstein, der Urgroßvater des heutigen Besitzers, Klaus Kilgenstein, das Hofhaus und die beiden Scheunen.

Der am 24.12.1880 geborene älteste Sohn von August Gupertin, August Kilgenstein, heiratete am 15. Mai 1920, seine am 07.10.1881 geborene Berta, geborene Elsässer. Aus dieser Ehe, die stark von der Zeit der Weltwirtschaftskrise geprägt war, gingen drei Kinder hervor.

Der älteste Sohn Wilhelm Kilgenstein, geboren am 31.März 1921, heiratete am 20. August 1952 seine Anna, geborene Fleckenstein, die am 15. August 1928 geboren wurde. Wilhelm Kilgenstein, der bereits vor dem Zweiten Weltkrieg eine Schlosserausbildung bei der Kahlgrundbahn absolvierte, wechselte kurz nach dem Krieg zur Städtischen Hafenbahn, nach Frankfurt am Main, als neuen Arbeitgeber. Dort war die Herkunft des Willi, der aus dem legendärn Kahlgrund kam, vielen seiner damaligen Arbeitskollegen, aus der “Hamsterzeit” sehr gut bekannt. Diesen Umstand nutzte der Willi schon früh um seinen kleinen Handel zu beleben. Transportierte er Anfangs lediglich Apfelwein, Heidelbeeren und ein paar Eier mit seinem Rucksack, reichten aufgrund seiner Zuverlässigkeit diese Kapazitäten schon bald nicht mehr aus. Bereits Anfang der 50er Jahre kaufte er sich ein eigenes Auto, mit dessen Hilfe er nun in der Lage war, mehr Erzeugnisse zu verkaufen.

Im Jahre 1958 traf er eine weitreichende Entscheidung: Er kündigte seine Beamtenstelle und machte sich als direktvermarktender Landwirt selbstständig, wobei ihn seine Frau Anni sehr unterstützt hat. Das zweite von fünf Kindern der beiden, Klaus Kilgenstein, geboren am 08.10.1961 heiratete am 11. April 1985 seine am 23.08.1961, in Saalfelden am Steinernen Meer geborene Burgi, geborene Hörl. Mit ihr zusammen betreiben die Eltern von vier Töchtern den nach den Richtliniern von Naturland bewirtschafteten “Langenborner Hof” und am Sattelberg das Hotel mit Feier- und Veranstaltungs-Lokal “Villa Hof Langenborn”.

Klaus Kilgenstein ist in das Konzept seines Vaters sozusagen hineingeboren worden. Schon als Siebenjähriger ging er in Frankfurt am Main, mit den eigenen Erzeugnissen der Familie von Tür zu Tür und hatte sich bald einen eigenen Kundenkreis aufgebaut. 1985 schloß Klaus die Landwirtschaftsschule in Münster Schwarzach mit dem Landwirtschaftsmeistertitel ab und übernahm mit seiner Frau Burgi im Jahre 1986 den landwirtschaftlichen Betrieb ”Langenborner Hof”. Er erweiterte den Anbau um Erdbeeren und Kartoffeln und eröffnete im Jahre 1988 einen Hofladen mit Metzgerei. Mit den Verkaufswägen wurden die Kunden auf den Wochenmärkten in Alzenau, Aschaffenburg und Frankfurt am Main mit einer großen Auswahl an Lebensmitteln versorgt.

1994 begann er, parallel zu seiner Direktvermarktung , eine alte, schon etwas verfallene Jugendstilvilla aus dem Jahre 1918, in liebevoller Kleinarbeit zu renovieren. 10 Jahre später, eröffnete die Familie Kilgenstein das Restaurant mit Ferienappartements die “Villa Hof Langenborn”.

Am 12.12.2005 wurden die ersten Gäste im Restaurant begrüßt und fortan mit kulinarischen Spezialitäten verwöhnt. Inmitten einer traumhaften Natur des oberen Kahlgrundes liegt das Hotel und jetzige Veranstaltungs-und Feierlokal an einem sonnigen Südosthang. Zusammen mit einer landwirtschaftlichen Mehrzweckhalle bietet die Jugendstilvilla heute den stilvollen Rahmen für individuell gestaltete Feierlichkeiten. Das Kleinod bezaubert mit eleganem Wohlfühlambiente. Der wunderschön angelegte Gartenbereich mit Panoramagarten und Hofweiher lädt zum Verweilen ein und bietet gleichzeitig den Rahmen für freie Trauungszeremonien und andere Feiern der unterschiedlichsten Stilrichtungen. Für Gesellschaften bis zu 199 Personen, sowie für Ausstellungen, Tagungen, Seminare und Messen, findet man in der Mehrzweckhalle “Feierwerk” den passenden Rahmen. Der gastronomische Betrieb verwöhnt seine Gäste mit regionalen, saisonalen und biologischen Koch-Kreationen, deren Zutaten aus der eigenen Naturland zertifizierten Landwirtschaft, sowie aus möglichst regionalen Quellen bezogen werden. Frisches Bio-Geflügel, das wertvolle Fleisch vom Schwäbisch-Hällischen Freilandschwein sowie das Rind vom Boeuf de Hohenlohe zählen zu den Besonderheiten des Betriebes.

Dieses Jahr feiert die Villa, welche im Jahre 1918 von Karl Sander erbaut wurde, Ihre 100 Jahr Feier! Dieses besondere Ereignis wird die Familie Kilgenstein in Verbindung mit der alljährlich an Pfingsten stattfindenden Veranstaltung “Kunst und Kultur” gebührend feiern.

Bei der ganz persönlichen Planung Ihrer Feier, sei es eine Hochzeit, eine Geburtstagsfeier oder eine Firmenfeier, unterstützt Sie das Ehepaar Klaus und Burgi Kilgenstein mit Familie und berät gerne mit Ihrer jahrelangen Erfahrung. Die Villa Hof Langenborn mit Ihren fleißigen Mitarbeitern freuen sich auf viele zufriedene und glückliche Gäste.

Herzlich Willkommen <3